MENU
HOMETrends › Handy am Steuer – riskanter Volkssport
Handy am Steuer: Der verbotene Volkssport | SmartDriver.de

Handy am Steuer – der riskante Volkssport

29. März 2016

Handy am Steuer – der riskante Volkssport

Bei der Nutzung des Handys am Steuer tritt das deutsche Verkehrsrecht voll auf die Bremse: Verstöße gegen das Handy-Verbot werden rigoros bestraft – vor allem bei Fahranfängern.

Schon ein Blick aufs Handy am Steuer kann zu viel sein

Fakt ist: Smartphones und Handys dürfen vom Autofahrer während der Fahrt nicht benutzt werden. Das gilt laut Paragraf 23 Absatz 1a der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) „wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss“. Verboten ist damit nicht nur das Telefonieren beim Autofahren, sondern auch das Lesen und Schreiben von Nachrichten. Ein Strafgeld droht sogar, wenn ihr nur einen schnellen Blick aufs Display werft, um etwa die Uhr abzulesen.

Die klitzekleine Ausnahme von der Handy-am-Steuer-Regel

Das Verbot betrifft nicht nur das Telefonieren während der Fahrt, sondern auch auf dem Standstreifen oder an der Ampel, solange der Motor läuft. Ist der Motor abgeschaltet, egal ob per Hand oder via Start-Stopp-Automatik, ist das Handy am Steuer erlaubt – aber auch nur dann.

Die Tücken der Freisprecheinrichtung

Eine Freisprecheinrichtung ist kein hundertprozentiger Schutz. Sie muss nämlich komplett freihändig bedienbar sein – das Smartphone darf während des ganzen Gesprächs nicht berührt werden, auch nicht beim Annehmen oder Auflegen. Selbst der Blickkontakt zum Display ist tabu.

Handy am Steuer: Bußgeld und weitere Strafen drohen

Wer von der Polizei mit dem Handy am Steuer erwischt wird, ist mit 60 Euro und einem Punkt in Flensburg dabei. Im Wiederholungsfall kann es richtig heftig werden, dann droht ein komplettes Fahrverbot. Und auch der eine Punkt ist nicht ohne: Seit Mai 2014 ist der Lappen bereits nach acht Punkten weg.

Für Fahranfänger innerhalb der Probezeit stellt die widerrechtliche Verwendung des Handys am Steuer einen „weniger schwerwiegenden Verstoß der Kategorie B“ dar. Klingt harmlos, bedeutet aber: Ihr müsst dann an einem sogenannten Aufbauseminar teilnehmen – und die Probezeit verlängert sich um weitere zwei Jahre. Also verzichtet am besten komplett auf das Telefonieren beim Autofahren – so erspart ihr euch jede Menge Ärger.