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Reifenkennzeichnung – Das soll mal einer verstehen

12. Dezember 2016

Reifenkennzeichnung – Das soll mal einer verstehen

DOT, R, H, Load-Index – wer versteht schon das Reifen-Fachchinesisch? Dabei sind die Reifen fürs Auto genauso wichtig wie für euch die Schuhe. Der Reifen muss nämlich auch zum Auto passen. Und die Reifenkennzeichnung hilft euch, den richtigen zu finden. Wir sagen, worauf ihr achten müsst.

Die Reifenbeschriftung – Das sagt der Zahlen- und Buchstabensalat

Am einfachsten ist noch die Reifengröße. Beispiel: 225/50 R19 94H bedeutet einen 225 mm breiten Reifen. Die zweite Zahl beschreibt das Verhältnis von Breite zu Höhe in Prozent. Dieser Reifen ist also 112,5 mm hoch. Das R steht für Radialreifen, wegen ihrer gürtelartigen, radial (im rechten Winkel zur Laufrichtung) liegenden Stahlverstärkungen auch Gürtelreifen genannt. Die 19 beschreibt den Felgendurchmesser in Zoll. Die 94 in unserem Beispiel der Reifenbeschriftung kennzeichnet die Tragfähigkeit, auch Load-Index genannt. 94 steht für 670 kg pro Reifen.

Reifenfreigabe: Nur Winterreifen dürfen langsamer sein als euer Auto

Der Buchstabe dahinter ist der Speed-Index. H heißt in unserem Fall, dass euer Wagen nicht schneller als 210 km/h fahren darf. Nur bei Winterreifen – die erkennt ihr an den Buchstaben „M+S“– darf der Speed-Index unter der angegebenen Höchstgeschwindigkeit eures Autos liegen. Ein Aufkleber im Cockpit muss euch daran erinnern. Auch wenn die „M+S“-Kennung dem Gesetzgeber genügt, halten Fachleute nur Reifen für absolut wintertauglich, wenn sie auch mit einem Schneeflocken-Symbol gekennzeichnet sind. Welche Buchstaben für welches Maximal-Tempo stehen, hat der ADAC inklusive des Load-Indexes hier aufgeschlüsselt.

Auch wichtig bei der Reifenkennzeichnung: die DOT-Nummer

Das Wichtigste wisst ihr jetzt schon über die Reifen-Bezeichnung. Nicht notwendig für die Reifen-Freigabe, aber trotzdem wichtig: die vierstellige DOT-Nummer. Die ist etwas kleiner, ebenfalls auf der Reifenflanke und sagt euch, wie alt der Reifen ist. Die ersten beiden Ziffern nennen die Produktionswoche, die letzten beiden das entsprechende Jahr. 4415 bedeutet, dass der Reifen in der 44. Woche 2015 produziert wurde.

Alte und abgenutzte Reifen sind gefährlich

Auch wenn der Gesetzgeber nur ein Mindestprofil von 1,6 Millimetern vorschreibt, solltet ihr Sommerreifen bereits bei drei Millimetern und Winterreifen bei vier Millimetern auswechseln. Gerade Breitreifen können bei Nässe sonst den Wasserfilm auf der Straße nicht mehr verdrängen und verlieren den Kontakt zur Straße. Auch ältere Reifen solltet ihr tauschen. Sind sie älter als sieben Jahre, kann das Gummi zu hart geworden sein und das Profil verliert den Halt auf der Straße. In beiden Fällen könnt ihr nicht mehr vernünftig lenken und bremsen. Als neuwertig dürfen übrigens selbst fünf Jahre alte Reifen verkauft werden. Natürlich nur wenn sie sachgemäß gelagert und nicht benutzt wurden. Das sagen zwei Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen.