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Ganzjahresreifen oder Winterreifen? Das sind die Unterschiede

6. Dezember 2016

Ganzjahresreifen oder Winterreifen – darauf müsst ihr achten

Jedes Jahr das gleiche, meist lästige Ritual: Im Oktober wechselt Auto-Deutschland von Sommer- auf Winterräder und um Ostern herum wieder zurück. Wenn ihr darauf keinen Bock habt, könnt ihr Ganzjahresreifen nehmen. Dabei spart ihr euch nicht nur das lästige Schrauben, sondern auch bares Geld. Welche Vor- und Nachteile gilt es abzuwägen?

Mit Ganzjahresreifen richtig Kohle sparen

Wenn ihr euren Wagen auf Ganzjahresreifen stellt, spart ihr nicht nur ein paar Hundert Euro für den zweiten Satz Reifen. Auch die Kosten für die zusätzlichen Felgen (etwa 100 Euro) oder das Umrüsten von Sommer- auf Winterreifen (jährlich auch etwa 100 Euro) entfallen. Und ein Lagerort für den gerade nicht benutzten Satz Reifen braucht ihr auch nicht.

Ganzjahresreifen kaufen – nicht nur eine Frage des Geldbeutels

Aber haben Ganzjahresreifen auch Nachteile? Ja. Denn sie sind nur ein Kompromiss aus Sommer- und Winterreifen. Das Profil eines Ganzjahresreifens besteht aus den Längsrillen, die bei einem Sommerreifen Wärme und Nässe zum Reifenrand transportieren. Zu den Längsrillen kommen die Profilblöcke und Lamellen, die bei einem Winterreifen für den richtigen Grip bei Schnee und Eis sorgen. Deshalb können Ganzjahresreifen zwar grundsätzlich beides, aber eben nichts richtig gut. Vor allem bei Schnee und Eis sind sie echten Winterreifen hoffnungslos unterlegen. Zudem setzt bei Ganzjahresreifen auch das gefährliche Aquaplaning, also das Aufschwimmen auf nasser Straße, deutlich früher ein als bei Sommerreifen. Das haben Tests von Autofachzeitschriften und Automobilclubs ergeben.

Vor allem bei schnellen Autos haben Ganzjahresreifen Nachteile

Wer regelmäßig auf trockener Fahrbahn unterwegs ist, häufig heftig beschleunigt und oft schnell fährt, treibt bei Ganzjahresreifen den Verschleiß nach oben. Das weichere Gummi nutzt schneller ab, die später auf Schnee und Eis nötigen Lamellen haften nicht mehr richtig. Gleiches gilt übrigens auch für Winterreifen, die im Sommer weitergefahren werden.

Echte Vorteile haben Ganzjahresreifen also nur beim Preis?

Nicht unbedingt. Gerade für Wenigfahrer, die sich keinen zweiten Satz Reifen zulegen wollen oder für Bewohner von Regionen, in denen wenig Schnee fällt, kann die Entscheidung zwischen Ganzjahresreifen oder Winterreifen zugunsten der Ganzjahresalternative ausfallen. Denn im Sommer ist er besser als ein Winterreifen und im Winter besser als ein Sommerreifen. Einzige Voraussetzungen: Er sollte auf der Reifenflanke mit den Buchstaben M und S gekennzeichnet sein. Nur so erfüllt er die Bedingungen der situativen Winterreifenpflicht bei Schnee und Eis.