MENU
HOMEErstes Auto › Abgeblitzt: Einspruch gegen Bußgeldbescheid: So geht´s
Abgeblitzt: Einspruch gegen Bußgeldbescheid: So geht´s | smartdriver.de

Abgeblitzt: Einspruch gegen Bußgeldbescheid: So geht´s

7. November 2016

Abgeblitzt: So legt ihr erfolgreich Einspruch gegen den Bußgeldbescheid ein

Unangenehme Post von der Bußgeldstelle, zu schnell gefahren – 50 Euro Strafe! Wie ihr Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegt, erfahrt ihr hier.

In flagranti erwischt? Besser nichts sagen

Plötzlich der helle Blitz, dann schwingt die Kelle am Wegesrand. Die Situation ist für den Fahrer erst mal chaotisch. Wie schnell war ich wirklich? Kriege ich Punkte? Muss ich meinen Führerschein abgeben? Als Geblitzter ist das Stress pur. Deshalb den Beamten besser keine Angaben machen. Ihr habt ein Zeugnisverweigerungsrecht auch bei einer Geschwindigkeitsübertretung. Eine Auskunftspflicht besteht nur zum Führerschein, zu den Fahrzeugdaten und zu den Personalien.

Einspruch Bußgeldbescheid

Nicht wenige Bußgeldbescheide sind fehlerhaft. Das Problem: Oft ist Akteneinsicht nötig, um Mängel festzustellen. Wenn ihr Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen wollt, solltet ihr bedenken: Die Einsicht bekommt nur ein Anwalt. Der Haken beim Bußgeld-Verfahren: Die Kosten für ein Verfahren liegen zwischen 500 und 1.000 Euro. Dies gilt aber nur, wenn kein Gutachten erstellt werden muss. Sonst sind die Kosten noch höher.
Man sollte also immer abwägen, ob es sich tatsächlich lohnt, gegen den Bescheid vorzugehen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein hohes Bußgeld zusammen mit Punkten und/oder einem Fahrverbot drohen.

Die häufigsten Fehler beim Blitzen

Die Chance, erfolgreich Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid einzulegen, ist hoch. Hier die häufigsten Fehler der Beamten beim Blitzen:

Einspruch gegen den Bußgeldbescheid – Grund Nummer eins: Schlechtes Foto

Die Person auf dem Lichtbild muss identifizierbar sein. Ist das Bild unscharf oder ein starker Schatten liegt auf dem Gesicht, so wird das Verfahren eingestellt, denn es könnte ja auch eine andere Person gefahren sein.

Einspruch gegen den Bußgeldbescheid – Grund Nummer zwei: Messfehler

Das Messgerät muss exakt nach Anleitung des Herstellers bedient werden. Falls nicht, könnte die ermittelte Geschwindigkeit falsch sein. Liegt ein Bedienungsfehler vor, ist der Fahrer aus dem Schneider.

Einspruch gegen den Bußgeldbescheid – Grund Nummer drei: Verstöße der Beamten

Stellt der Anwalt Verstöße gegen innerdienstliche Richtlinien der Polizei zu Geschwindigkeitsmessungen fest, gilt die gesamte Messung als nichtig. Da reicht es schon, wenn Beamte keine Schulung zum Beispiel auf dem verwendeten Messgerät nachweisen können.

Einspruch gegen den Bußgeldbescheid – Grund Nummer vier: Nachweis eines Eichscheins

Blitzgeräte müssen regelmäßig überprüft und geeicht werden. Können die Beamten keine ordnungsgemäße Eichung belegen, ist die komplette Messung ungültig.

Bußgeld: Einspruch kann durchaus erfolgreich sein

Die Chancen, dass einer dieser Gründe auch bei eurer Messung vorliegt, stehen gar nicht so schlecht. Manchmal kann es sich also durchaus lohnen, Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einzulegen. Jedoch solltest du dir gerade auch im Hinblick auf die möglichen Kosten und die Verfahrensdauer überlegen, ob ein Vorgehen gegen einen Bußgeldbescheid tatsächlich nützt. Dies kommt immer auf den Einzelfall an.